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Der Österreicher Georg Trakl (1887 - 1914) gehört zu den bedeutendsten Lyrikern deutscher Sprache. Nach einer Apothekerlehre studierte er 1908 - 1911 Pharmazie. 1912 dann wurde Trakl Apotheker am Garnisonshospital in
Innsbruck.
Allerdings sollten Alkohol- und Drogenmissbrauch Trakl zusehends ruinieren. Abgesehen davon unterhielt Trakl vorübergehend eine inzestuöse Beziehung zu seiner Schwester Margarethe ('Gretl').
1914 indes - im Jahr des Ausbruchs des 1. Weltkrieges - wurde er eingezogen. Als Sanitätsfähnrich nahm Trakl an der Schlacht bei Gródek teil. Er ertrug die Erlebnisse und Eindrücke des Krieges nicht, brach zusammen
und verstarb dann im Krakauer Garnisonshospital. Vielleicht beging er Selbstmord. Die näheren Umstände seines Todes sind bis heute ungeklärt.
Trakls Gedichte sind eigentümlich faszinierend. In den frühen
Gedichten dominieren Motive wie Herbst, Dämmerung oder auch Verfall; in den späten findet sich - neben der Thematisierung der inzestuösen Beziehung zu seiner Schwester Gretl u. a. - eine reiche Farbmetaphorik.
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