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Auferstanden aus Ruinen Und der Zukunft zugewandt, Lass uns dir zum Guten dienen, Deutschland, einig Vaterland.
Mit diesen Zeilen beginnt Bechers 1949 zur Nationalhymne der DDR erklärter Gedicht-Text mit dem Titel "Auferstanden aus Ruinen".
Die Zeile "Deutschland, einig Vaterland" war dann im Winter
1989/90 eine Formel, die genau die Wünsche des Volkes der DDR ausdrückte.
Die Lesung soll dazu dienen, sich einem "Hurenmörder, Junkie, expressionistischen Sprachrebell und Gottsucher, Stalinhymniker und
antistalinistischen Kulturminister" (Jens-Fietje Dwars) und: einem hochbegabten Dichter zu nähern.
Hier das Gedicht "Die Partei" (1935)
Was wär ich, ohne daß mich die Partei
In ihre Zucht genommen, ihre strenge?! Ein wilder Spießer, der mit Wutgeschrei Sich selbst zerfetzt, und dabei eine Menge
Von Alkohol vertilgt. Vielleicht, es sei Euch zugestanden, dichtete ich Klänge
Voll üppiger Pracht, wie eine Schlemmerei, Und säng voll Schwermut Weltenuntergänge.
Bis eines Tages ich merkte: Überflüssig Bin ich und mein Gedicht, und überdrüssig
Des Überflusses hing ich an dem Strick.
So bin ich nicht verkommen umgekommen. Doch es bewahrte mich vor dem Geschick Nur die Partei, die mich in Zucht genommen.
Abendkasse
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