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Vor 200 Jahren, im November 1810, ging die einstige Reichsstadt Ravensburg nach achtjähriger Zugehörigkeit zu Bayern an das Königreich Württemberg über.
Der Vortrag thematisiert die Chancen, die sich für die
Stadt nun als Teil eines größeren Staatswesens ergaben, aber auch das Widerstreben gegen den zentralistischen Staat und die noch fortwirkenden reichsstädtisch-traditionellen Beharrungskräfte, die einer raschen und
reibungslosen Integration im Wege standen.
Im Mittelpunkt stehen die Jahrzehnte bis zur Revolution von 1848/49, verbunden mit einem Ausblick: Die Wiedergewinnung der kommunalen Selbstverwaltung, der Weg zum
Ende der traditionsreichen konfessionellen Parität, die Auflösung der Ballen- und Eselsgesellschaft und der beginnende Siegeszug des modernen Vereinswesens ('Museum', 'Liederkranz', 'Turnverein' etc.), der
Bedeutungsverlust der alten Handwerkerzünfte und die Gewerbefreiheit, die Frühindustrialisierung und der Eisenbahnbau.
Abendkasse
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